Service des Clubs:

TICKET TO RIPE HP
BefOErderungsvertrag

Hinweise auf die Beförderungsbedingungen sind sowohl für Unternehmen als auch für Selbstkostenersatzfahrer von Bedeutung. Wir haben mit fachkundiger rechtlicher Unterstützung einen solchen Beförderungsvertrag entworfen.
Bei uns Ballonfahrern wird im allgemeinen Pilot, Halter und Beförderer eine Person sein oder neben dem Piloten als Halter und eventuell als Beförderer ein Verein oder ein Unternehmen in Frage kommen. Das bedeutet, dass ein Passagier die Haftung des Piloten nicht nur als Frachtführer im Sinne des Warschauer Abkommens, sondern auch als Halter und Beförderer im Sinne des LFG in Anspruch nehmen kann.
Bei leichter Fahrlässigkeit ( also ein Fehler, der auch einem sorgfältigen Piloten einmal unterlaufen kann ) müsste die Begrenzung gemäß dem Entwurf des Tickets ausreichend sein. Sobald grobe Fahrlässigkeit festgestellt wird, kann man davon ausgehen, dass jede Haftungsbegrenzung hinfällig wird.
Auch bei unentgeltlicher Beförderung wird von einem Vorliegen eines Beförderungsvertrages und damit von einer Beweislastumkehr ausgegangen. In einem konkreten Fall kamen bei einem Rundflug ( ein Hochzeitsgeschenk des Piloten ) sowohl Pilot als auch Passagier ums Leben. Die Absturzursache konnte nicht geklärt werden. Der Entlastungsbeweis konnte somit nicht erbracht werden, sodass der Erbe des getöteten Passagiers mit seiner Klage gegen die Erben des Piloten Erfolg hatte.

Anmerkungen:

Fluggastversicherung: § 164 LFG (1) unentgeltliche Flüge im Rahmen des Flugsports sind davon nicht betroffen.
§102 (4) LFG besagt, dass bei Flügen gegen Ersatz der Selbstkosten den Fluggästen eine Bestätigung über die Bezahlung des Entgeltes auszustellen ist, deren Abschnitt vom Beförderer zwei Jahre lang aufzubewahren ist.
Anbei ein Entwurf eines Tickets für Fahrten gegen Ersatz der Selbstkosten:

Auszug aus Ballo-Info Nr.: 6